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rassisierte intimität ver_lernen

 

Sa 06. Juni 2015, 13.30-17.30, Berlin-Neukölln

Der Workshop “Un_Learning Racialized Intimacies” mit Gloria Wekker und Gail Lewis soll dazu beitragen, Räume der Auseinandersetzung zu eröffnen und nach queeren Formen von Community zu suchen, in denen sich unterschiedliche antirassistische queere Positionen nicht separatistisch voneinander abgrenzen müssen.

 

Wenn wir von rassisierter Intimität sprechen, meinen wir damit nicht nur erotische und sexuelle Beziehungen, sondern auch Freundschaften sowie politische Kontexte, die von Nähe (und dem darin angelegten Spektrum von Konflikt bis Vertrauen) geprägt sind. Wir halten es für politisch interessant, uns mit solcher Intimität zu befassen; ebenso wie mit den Versprechen, Wünschen, Befürchtungen und Ängsten, die mit den Verschränkungen von Rassisierung und Erotisierung einhergehen.

Der Begriff des Ver_lernens verweist auf Gayatri Spivaks Ausdruck, „to unlearn our privileges“; wobei wir von einer komplexen, manchmal widersprüchlichen Vielfalt der Privilegien- und Diskriminierungen ausgehen.

Warum ein Schreib-Workshop? Idee dabei ist, die Geschwindigkeit potentiellen Konflikts zu entschleunigen und sich Zeit zu nehmen, Formulierungen zu finden. Was heißt es, nicht nur der eigenen Position (vielleicht in ihrer Widersprüchlichkeit und Komplexität) Ausdruck zu verleihen, sondern auch Worte für die Begegnungen mit Anderen (und damit einhergehende Erfahrungen von Ähnlichkeit und Andersheit, von Queerness und Irritation) zu finden? Wie fließen Gewaltgeschichten sowie koloniale, rassistische und antisemitische, hetero- und körpernormative, homo- und transphobe Erbschaften in unser Wahrnehmen und Denken ein? Kurze Texte von Audre Lorde sollen als Inspiration für das eigene Schreiben dienen.

Gloria Wekker und Gail Lewis sind beide aus Audre Lordes Generation, waren mit ihr befreundet und vertreten explizit ihre Perspektiven einer solidarischen Praxis angesichts vielfacher Differenzen und Machtverhältnisse innerhalb queer-feministischer und Queer of Color Bewegungen.


Audre Lorde (1934-1992) war eine bedeutende US-amerikanische Schriftstellerin und Aktivistin und bezeichnete sich selbst als „black lesbian feminist mother poet warrior“.


Gloria Wekker ist Autorin von „The Politics of Passion“ und “White Innocence” (DukeUniversity Press, im Erscheinen) und vormals Professorin der Gender Studies an der Universität Utrecht (NL).


Gail Lewis ist promovierte Soziologin und Psychotherapeutin am Birkbeck College, London (GB); sie arbeitet zu Gendering und Rassisierung in postkolonialen Kontexten.

Schreibsprache beliebig; Anleitung und Gruppengespräch: English

Bitte anmelden (begrenzte Teilnehmer_innenzahl):
mail@gender-queer.de

Organisiert von
Lena Eckert, Antke Engel, Sabrina Saase und Kathy-Ann Tan.

Der Workshop ist Teil der Veranstaltungsreihe „Neokoloniale Verhältnisse herausfordern. Queere und diasporische Formen des Ver_lernens“ (Institut für Queer Theory)

Gefördert von der Amadeu Antonio Stiftung. Vielen Dank!

 

 

 

 

 

Das GenderKompetenzZentrum arbeitet seit 2010 als ein Netzwerk von Freiberufler_innen und hat eine eigene

Website: www.genderkompetenzzentrum.de

 

Die frühere Arbeit des GenderKompetenzZentrums, das von 2003 bis 2010 als Drittmittelprojekt an der Humboldt Universität zu Berlin angesiedelt war, ist weiterhin unter der Seite

www.genderkompetenz.info

zu finden, die nunmehr als Archivseite dient.

 

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Mitgliedsanträge stehen auf der Startseite und unter dem Menüpunkt "Mitglieder"zum download bereit.


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Gender ι Queer e.V.

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Activities

Am 27. Januar 2013 fand im Silverfuture die vom Institut für Queer Theory organisierte Veranstaltung mit Jack Halberstam statt: Gaga Feminsim. Rethinking Queer Anarchy

http://silverfuture.net/cms/2013/01/gaga-feminism-rethinking-queer-anarchy-sunday-27-01-2013start-530pm/ 

Vielen Dank für die in diesem Rahmen für Gender/Queer e.V. eingegangen Spenden!

 

Am 23./ 24. April 2012 fand in Berlin der Workshop "subtil? wie sexualität rassisiert wird" statt. Er wurde veranstaltet vom Institut für Queer Theory in Kooperation mit Gladt e.V. und finanziell gefördert durch die Hannchen Mehrzweck Stiftung. Ein Bericht des Workshop findet sich in Kürze auf der Website des Queer Instituts:
www.queer-institut/subtleWS.html